Zum Wintersemester 2026/27 startet die LMU fünf neue Masterstudiengänge in Recht, Medizin, Politik, Kultur und Geowissenschaften. Alle Programme haben einen internationalen Fokus und werden auch auf Englisch angeboten.
Studierende im Philologicum: Fünf neue Masterstudiengänge erweitern das Angebot der LMU.
Masterstudiengang „European and International Economic Law"
Der Masterstudiengang „European and International Economic Law“ ist ein zweisemestriges, vollständig englischsprachiges Programm mit internationaler Ausrichtung. Das Programm ist für Studierende gedacht, die sich gezielt mit grenzüberschreitenden wirtschaftsrechtlichen Fragen beschäftigen wollen. Inhaltlich geht es um internationalen Handel und Investitionsschutz sowie Wettbewerbs-, Finanzmarkt- und Steuerrecht – immer mit Blick auf globale wirtschaftliche Entwicklungen. Lehrveranstaltungen finden teilweise gemeinsam mit Studierenden des juristischen Hauptfachs statt und fördern so den fachlichen Austausch. „Der Studiengang versteht sich als gezielte Schnittstelle zwischen akademischer Exzellenz, Internationalität und beruflicher Qualifikation“, erklärt Tim Gramolla, Studiengangskoordinator für den neuen LL.M.-Studiengang an der Juristischen Fakultät. Studiengebühren fallen nicht an. Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für Tätigkeiten in internationalen Kanzleien, Organisationen, Unternehmen oder im wissenschaftlichen Bereich.
Der weiterbildende Master „Präzisionsonkologie“ ist berufsbegleitend angelegt und vermittelt Kompetenzen an der Schnittstelle von Tumorbiologie, molekularer Diagnostik, klinischer Onkologie und Datenwissenschaft. Hintergrund ist der wachsende Bedarf an Fachkräften in der personalisierten Krebsmedizin. Im Zentrum steht die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, etwa wenn klinische und molekulare Daten gemeinsam ausgewertet und daraus Therapieentscheidungen abgeleitet werden. Das Angebot richtet sich an Ärztinnen und Ärzte sowie an Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, etwa aus Molekularbiologie, Bioinformatik oder Pharmazie. Die Perspektive der Patientinnen und Patienten ist dabei fester Bestandteil der Ausbildung. „Bei uns kommen unterschiedliche Fachrichtungen zusammen – genau so, wie es auch später in der Behandlung von Patientinnen und Patienten passiert“, sagt Kathrin Müller-Rischart, Studiengangskoordinatorin am Zentrum für personalisierte Medizin. Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für leitende Aufgaben in Tumorboards, klinischen Studien oder präzisionsonkologischen Programmen sowie in der Versorgungsforschung.
Masterstudiengänge „Theater, Dance and Performance Research“ und „Theater-, Tanz- und Performance-Forschung"
Die Master „Theater, Dance and Performance Research“ (englischsprachig) und „Theater-, Tanz- und Performance-Forschung“ (deutschsprachig) sind als Zwillingsprogramme konzipiert. Aufbau und Inhalte sind identisch, viele Lehrveranstaltungen finden gemeinsam statt. Beide Studiengänge verbinden theaterwissenschaftliche, kulturwissenschaftliche und interdisziplinäre Perspektiven auf Theater, Tanz und Performance als künstlerische und gesellschaftliche Zusammenhänge. Charakteristisch sind die berufspraktischen Module, in denen Studierende eigene Projekte entwickeln und diese reflektieren. Projektübungen – etwa zur Arbeit mit Theaterarchiven oder zu szenischen Experimenten – sind eng mit Forschungsseminaren verknüpft. „Durch die beiden Praxismodule können die Studierenden gezielt Erfahrungen in der beruflichen beziehungsweise künstlerischen Praxis machen und lernen, diese direkt selbstkritisch zu reflektieren“, erklärt Veronika Weiner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft. Kooperationen mit Theatern und kulturellen Einrichtungen in München ermöglichen zusätzliche Einblicke in die verschiedenen Arbeitsfelder. Absolventinnen und Absolventen arbeiten später unter anderem in Kulturinstitutionen, im Medienbereich, in der künstlerischen Produktion oder in der Wissenschaft.
Der Master „Global Public Policy“ ist forschungsorientiert und verbindet Public Policy und Public Administration, internationale Beziehungen sowie Methoden der empirischen Sozialforschung. Ausgangspunkt sind politische Herausforderungen, die längst nicht mehr an nationalen Grenzen haltmachen, sowie der Bedarf an guter Politikberatung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung in empirischen Methoden. Studierende lernen, mit quantitativen und qualitativen Analyseverfahren zu arbeiten und politische Prozesse evidenzbasiert zu untersuchen. Inhaltlich stehen globale Steuerungsprozesse, internationale Kooperation und politische Entscheidungsfindung im Mittelpunkt. „Der Studiengang ist forschungsorientiert konzipiert und befähigt Studierende, globale Herausforderungen methodisch fundiert zu analysieren und Lösungen zu entwickeln“, sagt Studiengangskoordinatorin Lidia Bodensteiner. Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für Tätigkeiten in Wissenschaft, Verwaltung, Nichtregierungsorganisationen, Politikberatung oder internationalen Organisationen.
Der Master „Geology“ ist ein englischsprachiges, viersemestriges Programm. Thematisch reicht das Spektrum von aktiver Tektonik und Oberflächendynamik bis zu Georessourcen und Responsible Mining. Unterstützt wird der Studiengang dabei auch durch eine neue Industriepartnerschaft mit der Global Mining Alliance. Die Inhalte behandeln auch aktuelle Fragen, etwa zur Rohstoffsicherheit, zur Energiewende oder zu Naturgefahren. In der Ausbildung spielen sowohl Feldarbeit als auch digitale Verfahren eine wichtige Rolle. Dazu gehören unter anderem geologische Feldkartierung, Geoinformationssysteme, Fernerkundung und Modellierung. Exkursionen führen Studierende unter anderem in die Alpen sowie in geologisch interessante Regionen auf Kreta, in Spanien, den USA, Oman oder Ägypten. Ergänzt wird das Programm durch Inhalte zur Wissenschaftskommunikation und zu Geoethik. „Der neue M.Sc. Geology verbindet klassische Feldgeologie mit quantitativen und digitalen Methoden – von der aktiven Tektonik über die Oberflächendynamik bis zu kritischen Rohstoffen“, sagt Anke Friedrich, Professorin für Geologie und Inhaberin des Lehrstuhls für Geologie an der LMU. Durch die enge Anbindung an aktuelle Forschungsprojekte sowie Kooperationen im Munich Geocenter erhalten Studierende frühzeitig Einblick in die wissenschaftliche Praxis. Absolventinnen und Absolventen arbeiten später unter anderem im Energie- und Rohstoffsektor, im Umwelt- und Infrastrukturbereich, bei Behörden oder in der Forschung.